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Burnout

Der Begriff Burnout leitet sich vom englischen to burn out: ausbrennen, bzw. ausgebrannt sein ab und meint den Zustand von körperlicher und psychischer Erschöpfung. Das Burnout Syndrom beschreibt einen Zustand chronischer, emotionaler Erschöpfung, der mit verminderter Leistungsfähigkeit einhergeht. Häufig ist die Erkrankung auf stressbedingte Ursachen zurückzuführen. Die Erschöpfungskrankheit entwickelt sich schleichend, oft dauert es Jahre bis zur Diagnose. Sie kann jedoch zu ernsthaften psychischen Erkrankungen führen.

 

Vor Burnout schützen mit VTONDie Ursachen für Burnout:

Als Ursache für ein Burnout gilt zumeist ein Ungleichgewicht zwischen Anforderungen und bereitstehenden Ressourcen.
Hierzu wurde von Johannes Siegrist ein Modell, das sogenannte effort-reward imbalance model, kurz ERI, erstellt. Demnach opfern sich die Betroffenen regelrecht gegenüber ihren Verpflichtungen auf.

Körperliche Belastung, Aufmerksamkeit, Zeitdruck, emotional belastende Situationen und steigende Ansprüche können nicht mehr durch eigene Ressourcen ausgeglichen werden.

Als Ursache für Burnout werden hier auch private Überbelastungen betrachtet. Häufig kommen Schlafstörungen als Symptom des Burnout hinzu.

 

Die Risikofaktoren von Burnout am Arbeitsplatz

Als weitere Ursache gelten Fehlbelastungen am Arbeitsplatz. Dabei sind es nicht nur Manager oder Angestellte in hohen Positionen, die einem gesundheitlichen Risiko ausgesetzt sind, sondern auch hauptsächlich Industriearbeiter, Verkäufer im Supermarkt oder Fließbandarbeiter. Auch in pädagogischen und sozialen Berufen sind die Anforderungen an Qualität und Kontinuität bei der Arbeit besonders hoch. Dabei geraten die Arbeitnehmer häufig in eine Art Zwickmühle, denn gerade in diesen Arbeitsfeldern findet eine zunehmende Arbeitsverdichtung statt, während gleichzeitig der Entscheidungsspielraum in den Arbeitsgebieten eingeschränkt ist.

Auf der einen Seite steigt die Leistungserwartung zunehmend. In sozialen Berufen sind die Beschäftigten zusätzlich einem hohen sozialen Engagement und starker Empathie ausgesetzt. Auf der anderen Seite kann der Angestellte den Leistungserwartungen nicht gerecht werden, sodass auch eigene Ansprüche nicht erfüllt werden können.

Zu den Risikofaktoren, um an einem Burnout zu erkranken, zählen unter anderem Perfektionismus, fehlende Anti-Stress-Techniken, ständiger Zeitdruck, häufige Frustration und eine unausgeglichene Work Life Balance. Dies hat zur Folge, dass sich die Betroffenen antriebslos, emotional erschöpft und ausgebrannt fühlen. In der Fachliteratur finden sich weit über 100 Burnout Symptome, die in unterschiedlicher Stärke und verschiedenen Phasen auftreten können.

 

Die Schwierigkeit der Messbarkeit von Burnout:

Auffällig ist, dass sich in der Fachliteratur zum Thema Burnout nur wenig darüber findet, wie eine tatsächliche Behandlung der Erschöpfungsdepression aussehen kann. Dies liegt daran, dass sich die Faktoren, an denen das Burnout Syndrom gemessen wird (Stress, Erschöpfung, etc.), mit Messgrößen und Anzeichen für andere psychische Erkrankungen und Leiden (Depressionen, Angststörung etc.) überschneiden.

Auch aufgrund der verschiedenartigen Ursachen ist eine standardisierte Burnout Therapie kaum denkbar. Vielmehr muss sich diese immer neu auf die Bedürfnisse des Betroffenen ausrichten. Zur personenbezogenen Behandlung von Burnout gehören beispielsweise  Beratungsgespräche, Kommunikationstherapie und kognitives Verhaltenstraining. In jedem Falle ist ein ganzheitliches Vorgehen notwendig. In einer Therapie enthalten sind diagnostische, therapeutische und präventive Angebote. Es finden sich auch Beispiele für organisationsbezogene Interventionen. Hier erfolgen Umstrukturierungen von Arbeitsabläufen oder die Einführung eines Feedbacksystems.

 

Der Erschöpfung vorbeugen:

Um eine Erkrankung zu vermeiden kommt die Burnout Prävention zum Einsatz. Hier wird zwischen Verhaltens- und Verhältnisprävention unterschieden. Dabei wird die Verhältnisprävention durch das Arbeitsschutzgesetzt reguliert, die Verhaltensprävention zeichnet sich hauptsächlich durch Selbstregulierung aus. Die Belastung am Arbeitsplatz ist inzwischen für fast 80% der Arbeitnehmer so stark, dass sie selbst von einer Leistungsminderung ausgehen. Pro Mitarbeiter können etwa 1,7 Krankheitstage pro Jahr auf psychische Erkrankungen zurückgeführt werden.

Für ein Unternehmen von 1000 Mitarbeitern betragen die Kosten allein dafür 1,1 Mio. Euro. Inzwischen gibt es ein vielfältiges Angebot zur Vorbeugung von Burnout und Stressreduktion. Diese reichen von psychotherapeutischen Versorgungszentren bis hin zu neuentwickelten E-Health Anwendungen von VTON.

Burnout Prävention setzt an, bevor die Erschöpfungsdepression den Alltag des Betroffenen prägt. Die Maßnahmen können hier von kleinen Einheiten, wie der Progressiven Muskelentspannung  (PME), Übungen zur Achtsamkeit bis hin zu körperlicher Aktivität zur Stressbewältigung reichen. Burnout Prävention sollte im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements am Arbeitsplatz erfolgen. Der körperliche und psychische Ausgleich im Sinne der Work Life Balance ist Voraussetzung für einen gesunden und leistungsfähigen Mitarbeiter.

Ebenso kann Burnout Prävention aber auch in Eigenregie durchgeführt werden, denn auch im privaten Bereich sind häufig Burnout Gefahren vorhanden.

Sollten Sie jedoch bereits ausgeprägte oder einschränkende Burnout Symptome in Ihrem Verhalten erkennen, so ist es in jedem Falle ratsam, einen Arzt oder Therapeuten aufzusuchen. Dieser kann Ihnen dabei helfen, die richtigen Maßnahmen gegen Burnout oder im Schutz vor einer Erschöpfungsdepression zu finden.

 

Burnout auf dem Vormarsch?

Offensichtlich ist, dass die Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen in den letzten Jahren stark gestiegen sind. Depressionen sind dabei am weitesten verbreitet. Und Burnout und Stress führen in nicht seltenen Fällen auch zu Depressionen.

Doch Burnout ist keinesfalls eine Modeerkrankung. Denn auch in den vergangenen Jahrzehnten gab es Krisen und Arbeitslosigkeitsprobleme. Diese waren meist auf soziale Berufe beschränkt. Depressive Leiden und stressabhängige Erkrankungen sind also kein neues Phänomen, obwohl die Anzahl der psychischen Erkrankungen in den letzten Jahren  dramatisch gestiegen ist.

Heutzutage ist das gesamte Wirtschaftsleben betroffen. Aufgrund des technischen Fortschritts, der gesellschaftlichen Strukturen und der Arbeitsbedingungen, verändert sich unser Leben. Es kommt zu einer Arbeitszeitverdichtung; die wirtschaftlichen Bedingungen haben sich zugespitzt. Die Mitarbeiter müssen vielseitigere Aufgaben erledigen als noch vor einigen Jahren und haben dafür weniger Zeit. Das lässt sich an den Arbeitsunfähigkeitszeiten ablesen. Die Krankschreibungen aufgrund körperlicher Erkrankungen sind gesunken. Das bedeutet aber keinesfalls, dass es weniger Grippefälle oder Erkältungen gibt. Stattdessen fürchten sich Arbeitnehmer vor den Konsequenzen. Sie haben Angst vor einer Kündigung und gehen deshalb trotz Krankheit zu Arbeit. Dieses Verhalten zehrt an den Kräften und nicht selten können daraus psychische Erkrankungen entstehen. Im Vergleich dazu ist die Zahl der Fehltage im Bereich des Burnouts im letzten Jahrzehnt um 400% gestiegen, wie Prof. Dr. med. Helmut Peter, Gründer des Verhaltenstherapie-Zentrums Falkenried, im Interview mit VTON herausstellt. Burnout ist also keine neue Erscheinung und keinesfalls eine Modeerscheinung, jedoch ist in den letzten Jahren ein dramatischer Anstieg zu erkennen. Um diesen Trend zu stoppen, ist es notwendig, das Versorgungssystem im Bereich der psychischen Erkrankungen besser auszubauen. Prof. Dr. Peter betont, dass es dabei nicht darum gehen könne, einen Ersatz für die Psychotherapie zu entwickeln, da diese nicht ersetzt werden könne. Vielmehr müsse Unterstützung vor, während und nach der Behandlung zum Einsatz kommen, damit sich die Psychotherapie wieder auf seine Kernaufgabe konzentrieren könne.

Ein wichtiger Schritt, um diese Versorgungslücke zu schließen ist hierbei eine differenzierte Forschung. Für wen kommen Alternativen zur Psychotherapie bei Burnout in Frage? Und in welcher Form können diese Alternativen und Ergänzungen erfolgen? Diese Fragen müssen beantwortet sein, um eine Basis für eine gute und gerechte Versorgung der Betroffenen zu gewährleisten.

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